Veranstaltungstipp: shut up and listen! Festival, 10.-14.10.2024
shut up and listen! 2024: ALL e IN
Transdisziplinäres Festival für Musik und Klangkunst
Donnerstag, 10. Oktober bis Samstag, 12. Oktober 2024, jeweils 19:00 Uhr
echoraum (Sechshauser Straße 66, 1150 Wien) | SP•CE (Billrothstraße 6, 1190 Wien)
echoraum (1150 Wien) sowie Livestreaming
Sonntag, 13. Oktober und Montag, 14. Oktober 2024
SP•CE (1190 Wien) sowie Livestreaming
In Kooperation mit sp ce – Verein zur Förderung von Kunst und Transdisziplinarität
https://www.
Die neunzehnte Ausgabe des 2006 gegründeten Festivals shut up and listen! bietet an fünf Festivaltagen sechzehn konzertante bzw. performative Präsentationen, darunter zahlreiche Uraufführungen, sowie einen Experimentalfilm und vielfältige Ausstellungsbeiträge (Grafiken, Ölbilder, Klanginstallationen, Medienkunst und ein Timelapse Video).
Wie in den letzten Jahren findet sual! 2024 sowohl via Livestreaming als auch im bewährten Format des kollektiven Erlebens vor Ort statt. Erstmals findet ein Teil des Festivals in der neu gegründeten Hörgalerie SP•CE statt, wo neben einem Mehrkanal-Hörraum mit Werken von Nina Jukić, Svetlana Maraš, Werner Raditschnig und Johannes S. Sistermanns eine im Rahmen des künstlerischen Forschungsprojektes AUDIO GHOSTS (FWF-PEEK) entstandene Klanginstallation von Christine Schörkhuber präsentiert wird. Angesichts instabiler politischer Verhältnisse und ungewisser Zukunftsszenarien steht unter dem Titel ALL e IN eine Reflexion und (Neu-)Positionierung heutigen Kunst- und Klangschaffens im Mittelpunkt, zwischen individueller Freiheit und kollektiver Verantwortung. Der wachsende Erfolg populistischer Strömungen sowie näher rückende kriegerische Auseinandersetzungen und die letzten Auswucherungen neoliberaler Ideologien mögen bewirken in vielen Kunstschaffenden ein Gefühl der Ohnmacht sowie der gesellschaftlichen Marginalisierung. Im Wissen um die Bedeutung kultureller Errungenschaften, von Werten, die zu den Alleinstellungsmerkmalen der menschlichen Existenz zählen, möchten wir entschieden gegen diese Entwicklungen auftreten. Wenn die künstlerische Praxis, wie es während der Covid-Pandemie bisweilen zu hören war, als „nicht systemrelevant“ bezeichnet wird, bedeutet dies nur, dass „das System“ hinterfragt werden muss. Das Ziel ist die künstlerische Auseinandersetzung mit Diversität, die Förderung eines respektvollen Miteinanders, das alle Lebewesen einschließt. Aus „Allein“ wird „All-IN“. Für diese Utopie lohnt es sich einzutreten.
Let’s shut up and listen, together!
Bernhard Gál, Künstlerische Leitung
https://echoraum.